Speyer Attila und die Hunnen

Künstlich deformierter Schädel eines Hunnen und Keramikfund. © Kurpfälzisches Museum, Heidelberg

Die neue Großausstellung des historischen Museums der Pfalz Speyer entführt in die Zeit der Völkerwanderung. Die Reiternomaden Attilas und seiner Nachfolger eroberten im 4. und 5. Jahrhundert ein riesiges Reich. Sie schoben ganze Völker…

Die neue Großausstellung des historischen Museums der Pfalz Speyer entführt in die Zeit der Völkerwanderung. Die Reiternomaden Attilas und seiner Nachfolger eroberten im 4. und 5. Jahrhundert ein riesiges Reich. Sie schoben ganze Völker vor sich her und setzten dem Römischen Imperium gehörig zu. Die Ausstellung zeigt unter anderem die fremdartige Sitte der Schädeldeformation, die wertvollen Diademe hochgestellter hunnischer Frauen und die schweren hunnischen Kessel. In Szene gesetzt sind auch Grabfunde der hunnischen und germanischen Adligen. Zu bestaunen gibt es die Bewaffnung der Reiterkrieger, ihre Bögen und Schwerter, und die Waffen ihrer germanischen Vasallen. Die Stücke, darunter in Deutschland bisher noch nie gezeigte Leihgaben ausländischer Museen, sind vom 17. Juni bis 6. Januar 2008 zu sehen.

Artikel aus der Rubrik „Geschichtsszene“

  • „Living History ist nicht tot!“

    Claus Meiritz knüpft an den Erfolg seiner Zeitreise an der Kaiserpfalz Werla 2005 an. Nun organisiert der Leiter der „Werkstätten für lebendige Geschichte“ eine ähnlich groß angelegte Veranstaltung in Goslar. Rund 450 Akteure sind dabei.…

  • Neue Tore zur Museumswelt?

    Reden Museen und Living-History-Szene eigentlich noch miteinander? Die Debatten um Ideologien, Gütesiegel und Qualität haben einige Grabenkämpfe ausgelöst. Aber es gibt Ansätze für eine Annäherung.

  • Freilichtmuseum strebt in die „Bundesliga“

    Die Königspfalz Tilleda ist ein Freilichtmuseum am Fuße des Kyffhäusers an der Grenze von Sachsen-Anhalt zu Thüringen. Klein, aber die Anlage hat es in sich: Tilleda ist die einzige vollständig ergrabene Königspfalz Deutschlands.

  • Messe entwickelt Charme

    Der Auftakt der Internationalen Reenactmentmesse in der Villa Borg kann getrost als gelungen bezeichnet werden. Er macht neugierig, wie sich die Dinge wohl weiter entwickeln werden. Ein Hausbesuch im Saarland.

1 Kommentare

  1. Absolut sehenswert! Das Thema ist recht umfassend dargestellt und wird mit vielen Sinnen erfassbar. Eine der besten archäologischen Ausstellungen der letzten Zeit. Kann man nur empfehlen!

    17. September 2007, 20:09 Uhr • Melden?

Ihr Kommentar zum Artikel „Attila und die Hunnen“


Sie sind angemeldet als

abmelden