Hygiene Museum zeigt alamannische Kämme

Reich verzierter Dreilagenkamm aus Hirschgeweih. © Alamannenmuseum Ellwangen

„Kämme der Alamannen" ist das Thema einer Sondervitrine, die ab sofort im Erdgeschoss des Ellwanger Alamannenmuseums steht.

Gezeigt werden darin bis zum 6. Januar 2007 Prachtexemplare spätantiker Kämme aus dem Bestand des Stadt- und Hochstiftmuseums Dillingen an der Donau. Ausgegraben wurden sie in dem alamannischen Gräberfeld von Schretzheim bei Dillingen. Aus Hirschgeweih gefertigte Dreilagen-Kämme sind typische Grabbeigaben in Frauen- und Männergräbern des 4.-7. Jahrhunderts. Neben der praktischen Bedeutung für die Haarpflege war die Niederlegung von Kämmen im Grab wohl auch mit magischen Intentionen verbunden. Langes und gepflegtes Haar galt bei Männern als Statussymbol, so dass die Kammbeigabe hier außerdem als Zeichen des gehobenen Standes anzusehen ist. Abgerundet wird die Präsentation durch mehrere in Schretzheim gefundene Bonzepinzetten, die ebenfalls als Statussymbole in die alamannischen Gräber gelangten.

Artikel aus der Rubrik „Geschichtsszene“

  • Schlacht bei Waterloo

    Waterloo – die sprichwörtliche Niederlage, trotz guter Planungen. Die hatte Napoleon 1815 erlitten. Auch die Planer des Reenactments 2010 waren davor nicht ganz gefeit. Ein Augenzeugenbericht von Holger Rinke.

  • Den Legionären hinter die Kulisse geschaut

    Wie verläuft eigentlich eine Veranstaltung, bei der moderne Menschen antikes Leben zelebrieren? Marcel Bieger hat zwei Gruppen für 24 Stunden bei den Mehringer Römertagen im Juli begleitet.

  • Ritterspektakel in Traumkulisse

    Die Ronneburg in Hessen bietet viel Geschichte; das Pfingstturnier weniger. Wir lassen den historischen Anspruch mal beiseite und wandeln unvoreingenommen über den „Mittelaltermarkt“. Michaela Kieckheim schaute sich um.

  • Thesen, Antithesen und die Kanzlerin

    Anonyme Anzeige, Betrugsvorwürfe und der ewige Zweifel. Kalkriese trägt schwer an der selbst auferlegten Bürde, der mögliche Ort der Varusschlacht zu sein. Wissenschaftler und Ministerium kommen zu Wort.

Ihr Kommentar zum Artikel „Museum zeigt alamannische Kämme“


Sie sind angemeldet als

abmelden