Hildesheim Mittelaltermusik rockt den Club

Wo sonst Musik von Old School Rock bis hin zu Alternative Musik zu hören ist, wurden am 14. Oktober im Rockclub in Hildesheim andere Töne angeschlagen. Der Club bot eine Bühne für mittelalterliche Musik. Arundo und Wolfenmond haben sich zur „Hymni Nocturnales“ zusammengefunden und zu späterer Stunde übernahmen dann Discjockeys diese Aufgabe auf zwei Areas.

Die Gruppen

Das Programm war viel versprechend und die Erwartungen waren groß. Doch nur zögerlich füllte sich der Raum vor der Bühne und die Anzahl des Publikums war zwar nicht sehr zahlreich, doch tat dies der aufkommenden Stimmung bei Beginn des Konzertes kein Abbruch.

Als Vorgruppe war es an „Arundo“, das Publikum mit ihrer Musik zu begeistern und für Unterhaltung zu sorgen. „Arundo“ ist eine achtköpfige Gruppe, die sich aus den verschiedensten Musikrichtungen, Instrumenten und auch Kleidungsstilen zusammensetzt. Der Still umfasst Elemente von Barock bis Gothic und ähnlich ist es mit dem Repertoire der Musiker und Sängerinnen. Nicht nur die altbekannten mittelalterlichen Weisen wurden dargeboten, sondern auch irische Klänge sowie barocke Musikstücke gespielt.

Arundo wurde erst vor einem Jahr gegründet und steht erst seit kurzem in der aktuellen Besetzung auf der Bühne. Dies sind wohl vor allem die Gründe, warum es die Gruppe schwer hatte, ihre Bühnenpräsenz zu behaupten und auf das Publikum zu wirken. Notenständer und wenig Bewegung auf der Bühne sind beispielhaft für die noch geringe Bühnenerfahrung. Aber: Die Spielfreude ist der Band absolut anzumerken. Auch das Potential ist vorhanden, um diese anfänglichen Schwächen zu beseitigen.

Der Hauptact des Abends war Wolfenmond. Bei der Band handelt es sich wiederum um eine Gruppe, die seit ihrer Gründung 1999 viel Erfahrung mit Bühne und Publikum gesammelt hat. Dies war auch bemerkbar, denn trotz des kleinen Publikums zogen die fünf Mitglieder ihr mitreißendes Programm durch und brachten die Leute zum Tanzen. Positiv war auch, dass sie bei diesem Auftritt, soweit es ging, auf Technik verzichtet haben. Keine E-Gitarre oder Keyboard störte das harmonische Bild der mittelalterlichen Gruppe und ihr Auftritt war rundherum gelungen.

Fazit

Ein lohnender Abend für diejenigen, die der Marktsaison nachtrauern und vor allem die Konzerte auf den Märkten vermissen. Bedauerlich war der ungenügende Zulauf zum Konzert. Vielleicht lag es an der geringen Werbung durch den Veranstalter und auch daran, dass es noch alternative Veranstaltungen an diesem Tag gab. Doch kann ich nur hoffen, dass es noch öfter solche Abende und kleine Konzerte geben wird.

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