Netzwerk Forschung zu Kardinälen

„Glieder des Papstleibes oder Nachfolger der Apostel?" So lautet der Name des neuen wissenschaftliches Netzwerks, das die Forschung über die Kardinäle des Mittelalters voranbringen soll.

Da zeitübergreifende und vergleichende Studien fehlen, lässt der derzeitige Forschungsstand tragfähige Aussagen über die Bedeutung des Kardinalkollegiums nicht zu. Das wissenschaftliche Netzwerk soll deshalb international den Austausch von Forschern zum mittelalterlichen Kardinalat stärken. Federführend beim Netzwerk sind zwei junge Wissenschaftler der Freien Universität Berlin und der Ludwig-Maximiliams-Universität München. Das Projekt wird über drei Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Im 11. Jahrhundert erlangten Teile des altrömischen Klerus an der Seite des sich erneuerenden Papsttums weit über Rom hinaus Macht und Bedeutung. Die Kardinäle, die sich mehr und mehr als Kollegium verstanden, entwickelten Ansprüche auf Teilhabe an der päpstlichen Herrschaft. Sie leiteten diese ab von ihrem Recht der Papstwahl und von Formen einvernehmlicher Entscheidung. So erschien die Monarchie des Papstes mitunter als Oligarchie der Kardinäle.

Artikel aus der Rubrik „Geschichtsszene“

  • Praktikum in Sauerteig

    Brot – dabei mag mancher an einen oft zitierten Bibelspruch denken. Aber es lohnt sich durchaus, auf dieses Lebensmittel konzentrierter zu schauen. Ein Museum tut das. Unter anderem mit antiker Mühlentechnik und Legionärsbrot.

  • Skandal auf kaiserzeitlichem Jahrmarkt

    Ein Blick in die Neuzeit, genauer in die wilhelminische Ära um 1900: Kommern entwickelt sich zum Treffpunkt für Fans kaiserzeitlicher Kleider und Uniformen. Die waren bei einem zünftigen Jahrmarkt zu bewundern.

  • Darsteller auf schmalem Grat

    Templertreffen im Herbst 2007 auf der hessischen Tannenburg. Darunter auch Timo Hennecke, alias „Timotheus vom Hahnenwinkel“, Gründer der Schweizer Hospitaliter- Gruppe „Comthurey Alpinum“. Das Interview von Marcel Bieger.

  • Ottonenlager mit Zugspitzblick

    So viele Living-History-Events es auch gibt – ottonische Darstellungen im großen Verband haben Seltenheitswert. Torsten Kreutzfeldt war als Akteur bei „Wilhaim 1010“ dabei und wirft einen Blick hinter die Kulissen.

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